Welche Komplikationen können bei Zahnimplantationen auftreten?

Das Setzen von Zahnimplantaten ist ein zahnmedizinischer Eingriff, der als risikoarm eingestuft wird. Dennoch ist es wie bei jedem anderen medizinischen Eingriff auch, das in einzelnen Fällen Komplikationen entstehen können, diese werden in intraoperative Komplikationen und postoperative Komplikationen unterteilt. Intraoperative Komplikationen sind Komplikationen und Schwierigkeiten, die sich während der Operation (dem Einsetzen des Implantats) ergeben, dazu gehören unter anderem Nervenverletzungen, Zahnverletzungen und Zahnwurzelverletzungen, Weichteilverletzungen, Perforation der Knochenwand, Blutungen, Verletzungen der Kieferwand. Diese Schwierigkeiten und Komplikationen sind bei erfahrener und professioneller Implantationstechnik äußerst selten.

Unter postoperativen Komplikationen versteht man Komplikationen, die nach der Implantation entstehen können, dazu zählen alle Störungen im Heilverlauf. Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch nach einer Implantation zu Wundheilungsstörungen, Schwellungen, Schmerzen, Blutungen und Wundinfektionen kommen. In seltensten Fällen und dabei liegt die Gefahr bei unter 5% kann sich eine sogenannte Implantitis bilden, eine Entzündung am Implantat.

Späte Komplikationen, die erst nach einiger Zeit nach der Implantation entstehen, sind meist auf bakterielle Infektionen begründet, wie zum Beispiel die sogenannte Periimplantitis.

Einige Personen, die sich für Implantate interessieren, lassen sich von dem berühmten Satz „was könnte alles passieren“, stark beeinflussen. Doch dazu muss man sagen, Implantate werden in Deutschland im Jahr über 1 Millionen mal bei Patienten eingesetzt, es ist ein medizinischer Routineeingriff, der risikoarm ist.